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Feb 28, 2017
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Michael Phelps: DAS war der beste Wettkampf seiner Karriere

(28.02.2017) Michael Phelps ist der größte Schwimmer aller Zeiten. Daran gab es spätestens seit seinen acht Goldmedaillen, die er bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann, keinen Zweifel mehr. Damit verdiente er sich zwar den festen Platz in der Sportgeschichte, doch den Höhepunkt seines sportlichen Könnens hatte er aus eigener Sicht hier bereits hinter sich.

Ein Jahr zuvor, bei den Schwimm-Weltmeisterschaften 2007 in Melbourne, lieferte Phelps den für sich persönlich wohl besten Wettkampf seiner Karriere ab. “Hier war ich in der Form meines Lebens”, erzählte der Superstar dazu am Rande der US Trials im vergangenen Jahr.

Es war wirklich ein beeindruckender Auftritt, den Phelps 2007 im Alter von 21 Jahren in Australien hinlegte. Sieben Goldmedaillen, fünf Weltrekorde – Phelps dominierte die Konkurrenz. Das achte Gold wurde ihm am letzten Tag nur von seinen Team-Kollegen verpatzt, die sich im Vorlauf der Lagenstaffel disqualifizieren ließen.

“Das war wahrscheinlich der beste Wettkampf, den je ein Athlet geschwommen ist”, stimmte auch sein Coach Bob Bowman zu. “Vor dem Wettkampf war ich eigentlich überzeugt, dass es nicht gut ausgehen wird.” Doch dann habe Phelps seine meisterhafte Leistung abgeliefert.

In diesem Video bekommt ihr einen Eindruck, von der übermächtigen Vorstellung, die Phelps 2007 aufführte – mit dabei übrigens auch Paul Biedermann:

Blickt man auf die bloßen Statistiken, mag die Einschätzung von Phelps und Bowman etwas verwundern. Denn ein Jahr später in Peking holte der Starschwimmer sogar achtmal Gold und seine Weltrekordzeiten waren noch schneller als in Melbourne.

Doch Peking läutete durch die Einführung des LZR Racer Materials von Speedo im Jahr 2008 eine neue Ära im Schwimmsport ein. Es war der erste der später verbotenen Hightech-Anzüge, die die Athleten massiv im Wasser unterstützten. Phelps und Bowman sind sich dessen bewusst und können dies beim Vergleich mit den Weltmeisterschaften 2007 einordnen.

Zumal Phelps nicht nur bei der WM sondern auch einige Wochen später bei den US Meisterschaften seine starke Form des Jahres 2007 unter Beweis stellte. Hier trat er über die ansonsten für ihn ungewöhnlichen Rückenstrecken an und lieferte in 53,01 Sekunden (100m) bzw. 1:54,65 Minuten (200m) Zeiten ab, die jeweils nur Sekundenbruchteile über den damals gültigen Weltrekorden lagen.

Nahezu ein Jahrzehnt ist das nun her. Umso bemerkenswerter also, wie Phelps 2016 zurückkehrte und neun Jahre, nachdem er nach eigener Einschätzung den Höhepunkt seiner Form hatte, bei Olympia noch einmal mit fünf Goldmedaillen und packenden Rennen beeindruckte. Den Unterschied zu einst spürte er jedoch deutlich: “Ich hatte noch nie solche Schmerzen”, meinte er in Rio nach den Rennen sichtlich ausgepowert.

Michael Phelps’ Leistungen im Jahr 2007:

Event Strecke Zeit
WM, Melbourne  200m Freistil 1:43,86 (WR)
   100m Schmetterling 50,77
   200m Schmetterling 1:52,09 (WR)
   200m Lagen 1:54,98 (WR)
   400m Lagen 4:06,22 (WR)
   4x100m Freistil 3:12,72 (CR)
   4x200m Freistil  7:03,24 (WR)
US Nationals, Indianapolis  100m Rücken 53,01 (WR = 52,98)
  200m Rücken 1:54,65 (WR = 1:54,32)

 

 

Feb 27, 2017
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Österreichs Olympia-Schwimmer starten bei ISM 2017

(27.02.2017) Am kommenden Wochenende weht ein Hauch von Rio durch die Schwimm- und Sprunghalle im Berliner Europasportpart. Beim International Swim Meeting 2017 wird neben deutschen Spitzenschwimmern auch 50 Prozent der österreichischen Olympiamannschaft von 2016 an den Start gehen.

Aus dem sechsköpfigen Rio-Team sind die EM-Medaillengewinnerin Lisa Zaiser, Kurzbahn-WM-Finalistin Lena Kreundl und die Sprintspezialistin Birgit Koschischek für den vom 3. bis 5. März stattfindenden Wettkampf gemeldet.

Ergänzt wird das starke Aufgebot aus Österreich neben weiteren Athleten zudem durch Nationalschwimmer Johannes Dietrich, die mehrfache österreichische Meisterin Christina Nothdurfter oder durch auch den European Games Sieger über die 200m Lagen, Sebastian Steffan.

Aus dem deutschen Olympiateam von 2016 werden Leonie Kullmann, Jenny Mensing und Lisa Graf beim ISM 2017 starten. Auch Robin Backhaus und Yannick Lebherz bringen Olympia-Erfahrung mit.

Links zum Thema:

swimsportnews und swimsportMagazine unterstützen das International Swim Meeting Berlin als offizieller Medienpartner. Mit mehr als 1.000 Teilnehmern aus dutzenden Ländern ist das ISM Berlin Jahr für Jahr der größte Vereins-Schwimmwettkampf in Deutschland. Im Herbst 2014 wurde das Event zudem zum beliebtesten Schwimmwettkampf des Landes gewählt.

Feb 27, 2017
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Lange Strecken: Die Meister in Nord- und Süddeutschland

(27.02.2017) An den vergangenen Wochenenden fanden die Nord- und Süddeutschen Meisterschaften der langen Strecken statt. Auf dem Plan standen bei den Titelkämpfen in Dresden (Süd) die 400m Lagen sowie die 800 und 1500m Freistil. Bei den Nordmeisterschaften in Hannover kamen noch die ungewöhnlichen 5000m hinzu. Wir haben hier die Titelträger der zweithöchsten Meisterschaftsstufe Deutschlands im Überblick (offene Klasse):

   Norddeutsche Meister 2017  Süddeutsche Meister 2017
 Strecke   Schwimmer Verein Zeit Schwimmer Verein Zeit
Damen:            
400m Lagen  Yara S. Hierath SGS Bremerh. 4:53,73  Juliane Reinhold SSG Leipzig 4:55,89
800m Freistil  Lea Boy ST Elmshorn 9:01,69  Fränzi Heinrich SC Chemnitz  9:02,15
1500m Freistil  Lea Boy ST Elmshorn 17:23,92  Fränzi Heinrich SC Chemnitz 17:13,20
5000m  Jana Barrasch SC Magdeburg 61:16,13 nicht im Programm
             
 Herren:            
400m Lagen Benjamin Röhrig SV Wiking Kiel 4:43,71 Paul Hentschel SC Chemnitz 4:33,51
800m Freistil Marcus Herwig SC Magdeburg 8:20,36 Paulus Schön SC Chemnitz 8:34,03
1500m Freistil Marcus Herwig SC Magdeburg 15:56,17 Paul Hentschel SC Chemnitz 16:07,56
5000m Freistil Marcus Herwig SC Magdeburg 55:04,38 nicht im Programm

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Neben den Nord- und Süddeutschen Meisterschaften gibt es zudem die Meisterschaften des Schwimmverband von Nordrhein-Westfalen. Die NRW-Titelkämpfe gelten auch als “Westdeutsche” Meisterschaften. Die Wettbewerbe über die langen Strecken finden am 18. März in Bochum statt.

Feb 26, 2017
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Doping, ein US-Starcoach und Ernährungstipps | Drei Themen des neuen swimsportMagazine

Während ihr mit den Tipps aus unserer Winterausgabe des swimsportMagazine an eurem Schmetterling-Stil arbeitet, sitzen wir bereits fleißig am nächsten Heft. In der Frühjahresausgabe geht es weiter mit mehr als 30 Seiten rund ums Rückenschwimmen.

Wer bis zum 13. März unter www.swimsport-abo.de sein Abo abschließt, bekommt das Heft bequem nach Haus geschickt! Und neben den Tipps fürs Rückenschwimmen warten natürliche noch ein paar weitere spannende Themen auf euch! Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Doping: Wie verbreitet ist das Problem in Deutschland?

Im Rahmen einer empirischen Untersuchung hat Leonie Stowasser, Sportstudentin an der TU München, eine anonyme Online-Befragung unter Schwimmsportlern durchgeführt. Ziel der Befragung war es, das Ausmaß von Doping und Medikamentenmissbrauch in den verschiedenen Leistungsebenen des Schwimmsports darzustellen und die Gründe dafür zu ermitteln. Die Ergebnisse stellen wir im nächsten swimsportMagazine exklusiv vor. Und ja, auch unter deutschen Schwimmern gibt es Doping.

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Star-Coach David Marsh: “Schwimmer müssen Alleskönner sein”

David Marsh zählt zu den geachtetsten und erfolgreichsten Schwimmtrainern weltweit. Der US-Amerikaner trainierte rund 50 Olympiateilnehmer aus 19 Nationen und ist derzeit Coach der Olympiasieger Ryan Lochte und Anthony Ervin. Wir haben mit dem Spitzentrainer darüber gesprochen, wie es die US-Schwimmer immer wieder schaffen, bei Olympia am Ende ganz vorn zu sein und was es heutzutage bedeutet, Trainer im Schwimmleistungssport zu sein. Seine Meinung:”Es geht nicht mehr darum, an einer Stelle besondere Stärken aufzuweisen, sondern darum, keine Schwächen zu haben.”

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Mit vollem Akku durch die Trainingswoche

Die Trainingswoche vieler Schwimmsportler ist kein Wellnessprogramm. Bei vier bis neun oder gar mehr Einheiten läuft so mancher Sportler auf dem Zahnfleisch. Wir erklären euch im nächsten swimsportMagazine, mit welchen Nährstoffen ihr eure Akkus am besten wieder volladet, je nachdem, ob gerade eine Kraft- oder Audauereinheit auf dem Plan stand.

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Bis zum 13. März könnt ihr euch das Abo des swimsportMagazines unter www.swimsport-abo.de schnappen. Dann wird euch das Heft zum Abo-Preisvorteil direkt zu euch nach Haus geschickt!

 

Feb 26, 2017
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Peaty und Pellegrini messen sich mit US-Schwimmern

(26.02.2017) Beim Pro Swim Meeting in Indianapolis (USA) werden am kommenden Wochenende (2.-4. März) nicht nur zahlreiche US-Amerikanische Spitzenschwimmer mit dabei sein. Auch einige Top-Athleten aus Europa werden für den Wettkampf die Reise über den Atlantik antreten.

Mit dabei ist so zum Beispiel der Olympiasieger und Weltmeister Adam Peaty. Der Brite trifft über seine Paradestrecke 100m Brust unter anderem auf den Olympia-Dritten Cody Miller und dessen Landsmann Kevin Cordes. Auch Junioren-Weltmeister Michael Andrew ist mit von der Partie.

Über die doppelte Strecke wird Peaty ebenfalls ins Becken springen und bekommt hier Konkurrenz von seinen britischen Teamkollegen Andrew Willis und Ross Murdoch. Der Olympia-Zweite von Rio, Josh Prenot, startet auch über die 200m Brust.

Bei den Damen nimmt es die italienische Olympiasiegerin Federica Pellegrini mit den Britinnen Jasmin Carlin und Hannah Miley auf. Aus Kanada reist Youngster Penny Oleksiak, die 100m-Freistil-Olympiasiegerin, an.

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