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Sep 25, 2011
admin

DSV – sponsored by Basis

Dass es beim Deutsche Schwimm-Verband finanziell nicht allzu rosig aussieht, ist nichts Neues. Doch wenn es darum geht, sich auf Seiten der Mitgliedsvereine und -verbände neue Einnahmequellen zu erschließen, zeigt man sich beim DSV dann doch ausnahmsweise mal einfallsreich. Vorschlag der eigens eingesetzten Finanzkommission: Für jeden Wettkampf unter dem Dach des DSV sollen 150 bzw. 200€ an den Verband abgedrückt werden – als “Verwaltungsgebühr”. Man stellt man sich da die durchaus berechtigte Frage: “Wofür?” Die Organisation der Wettkämpfe obliegt den Vereinen und Verbänden. Klar, der DSV gibt die Bedingungen für das Wettkampfwesen an sich vor – doch als oberste Organisation für den Schwimmsport ist dies ohnehin eine seiner grundlegenden Aufgaben, er wird dafür also bereits durch die bereits bestehenden, ohnehin nicht allzu geringen Beiträge bezahlt.

Nein, das Geld hat sicher nichts mit dem einzelnen Wettkampf an sich zu tun. Es soll schlicht dazu dienen, neues Geld in die DSV-Kassen zu spülen. Da macht Vizepräsident Anselm Oehlschlägel auch keinen Hehl daraus, wenn er sagt: “Die Mittel sollen die finanzielle Ausstattung des DSV stabilisieren.” Damit erklärt sich auch die fast schon unverschämte Höhe der neuen “Verwaltungsgebühr” im dreistelligen Bereich, die sich in keinster Weise daran orientiert, wie hoch der Verwaltungsaufwand durch die Anmeldung eines Wettkampfes ist. Der Blick geht eher auf die möglichen zusätzlichen Einnahmen im sechsstelligen Bereich für den Verband. Möglicherweise rechnet man auch bereits mit dem sich schon  regenden Widerstand und hat die Gebühr deshalb von vorn herein so hoch angesetzt, um später mehr “Verhandlungsspielraum” zu haben. Viele dürften es als Erfolg sehen, wenn nach der Sitzung des “Ausschuss für Satzungs- und Rechtsfragen” am 18. November statt 200 möglicherweise nur 20€ in den neuen Wettkampfbestimmungen stehen. Auch dies dürfte dem DSV noch mehrere 10.000€ an zusätzlichen Einnahmen bringen.

Es wäre durchaus auch interessant zu wissen, was die Finanzkommission auf der Seite der Ausgaben für Vorschläge unterbreitet hat…

Letztlich muss man sagen, dass es nach wie vor “nur” Vorschläge sind. Entschieden wird erst Mitte November. Doch es zeigt mal wieder in welche Richtung man beim DSV schaut, wenn Geld gesucht wird. Mehr als eine halbe Million Mitglieder? Da muss man doch noch den ein oder anderen Euro herbekommen. Das kann nicht auf Dauer gut gehen. Das Dilemma wird deutlich, wenn man auf der DSV-website auf die “Partner” schaut. Man ist ja bereits glücklich mit TYR einen Ausrüster zu haben. Noch ein paar institutionelle Partner – die man ohnehin hätte. Das wars. Es gibt im Grunde kein nicht aus dem Schwimmsport kommendes Unternehmen, welches den DSV unterstützt. Doch gerade dieses Geld braucht man! In Großbritannien wird der Verband sehr breit durch den nationalen Energieversorger “British Gas” unterstützt, in Frankreich steht Energieriese EDF hinter dem Verband, die Niederländer werden durch E.ON gepowert. In Südafrika hat man mit Telkom eine der größten Telekommunikationsfirmen des Kontinents auf seiner Seite. Die US-Amerikaner haben übrigens u.a. BMW (!) als Sponsor, usw usw… Einen Unterstützer dieser Art und vielleicht müsste man sich auch nicht Jahr für Jahr den öffentlich-rechtlichen Anstalten anbiedern, in der Hoffnung, vielleich ein paar Sekunden Sendezeit zu bekommen…

Hier der Link zum Antrag auf dsv.de

Hier der Link zur Diskussion auf swimtalk.net

Hier der Link zum Artikel auf swimsportnews.de

Sep 18, 2011
admin

Abhaken und weiterschwimmen…

Vorgestern hat Britta Steffen nun also ihre lang erwartete Erklärung zum Auftritt bei der WM in Shanghai abgegeben. Viel Neues gab es nicht, sie habe damals das Team nicht belasten wollen und sei daher vorzeitig abgereist usw. …

Interessant war eher die Erklärung, sie habe zu viel Arbeit ins Krafttraining investiert. “Ich sah aus wie ein kleiner Bodybuilder”, hieß es da. Nach 75m sei ihr die Puste ausgegangen. Vielleicht hätte man gerade deswegen dann vielleicht doch den Versuch über die 50m-Strecke wagen sollen?

Dirk Lange hat auf diese Frage schon fast die Antwort gegeben, als er zuletzt meinte, eine Britta Steffen nähme keinen Kampf an und könne nicht auf Störfaktoren reagieren. Auch wenn diese Worte alles andere als geeignet sind, um seinen Superstar wieder aufzubauen. Der Bundestrainer hat durchaus nicht unrecht. Läuft es bei ihr erst einmal nach Plan, dann kommen die Erfolge quasi von allein. Olympia 2008, die WM 2009, die EM 2006 – hier war sie der Superstar, räumte eine Medaille nach der anderen ab.

Die Bilder aus Shanghai kennen wir jedoch im Grunde schon von der Weltmeisterschaft 2007. Eine über sich selbst enttäuschte Britta Steffen sah man damals – trotz einer Bronzemedaille über die 100m Freistil und Silber mit der 4×200. In Shanghai freuten sich ihre Teamkolleginnen der 4x100m Freistilstaffel über Platz drei, während Steffen mit ihrer eigenen Leistung haderte. Einmal ins Grübeln gekommen, lässt sich Steffen kaum aus dem Gedankenkarussel befreien. Nach den Olympischen Spielen 2004 hätte dies schon einmal fast zum Ende ihrer Karriere geführt. Auftritte wie in Shanghai rufen dann natürlich auch die Kritiker auf den Plan, die diese Vorlage dankbar annehmen, um mal wieder ihre wichtigen Meinungen kund zu tun. Allen voran natürlich der einstige Super(werbe)star Franziska van Almsick. Die vierfache Olympiazweite lies kaum ein gutes Wort an der zweifachen Olympiasiegerin. Wenn jemand wissen sollte, dass Karrieren auf und ab gehen, dann die öffentlich-rechtliche Schwimm-Expertin…

Auf die WM 2007 folgten für Steffen die Olympischen Spiele in Peking – das Ergebnis kennen wir. Auch diesmal stehen nach einer verkorksten WM als nächster Höhepunkt die Olympischen Spiele auf dem Plan. Seit heute ist Britta Steffen zurück im Trainingslager des DSV-Teams, sie schwimmt weiter und hat ihren Blick bereits auf London gerichtet. Das sollten wir auch tun. Thema abgehakt!

Sep 16, 2011
admin

Britta Steffen lädt zur Pressekonferenz – Wir sind gespannt

Am heutigen Abend will sich Britta Steffen der Öffentlichkeit stellen und erklären, warum sie bei der WM in Shanghai vorzeitig abgereist ist. Schon in den vergangenen Tagen war in etlichen Zeitungen und Online-Angeboten immer wieder über sie zu lesen. Zumindest das Ziel Druck von ihr zu nehmen dürfte sie mit ihrem Abzug aus China nicht erreicht haben. Viel Neues wird es heute Abend sicher nicht zu lesen geben. Ein Rücktritt ist mehr als unwahrscheinlich, schließlich befindet sie sich derzeit eigentlich in Spanien im Trainingslager und fliegt nur für die Pressekonferenz (und wohl auch einen Sponsoren-Termin) für einen Tag nach Deutschland. Stattdessen wird es erneut die Erklärung geben, sie wäre zwar in Form gewesen, aber konnte es im Wettkampf unerklärlicherweise nicht umsetzen, usw, usw…

Herbe Worte gab es ja schon vom Bundestrainer zu lesen. Steffen nähme keinen Kampf an und könne auf Störfaktoren nicht flexibel reagieren. Sicher keine allzu hilfreichen Worte, wenn man den Star bis zu den Olympischen Spielen im kommenden Jahr wieder aufbauen will.

Nun gut. Heute Abend wissen wir mehr – oder auch nicht… Zumindest sollte das Thema damit vorerst vom Tisch und der Blick wieder voll und ganz auf die nun anstehende Olympia-Saison gerichtet sein!

Sep 16, 2011
admin

swimblog.de gestartet – Der “persönliche” Blick

Da swimsportnews.de zwar als Blog startete, jedoch nie wirklich eines war, gibt es nun auch das swimblog. Hier wird es von nun an meinen etwas persönlicheren Blick auf den Schwimmsport-Zirkus geben. Die harten Fakten gibt es natürlich weiterhin auf swimsportnews.de ! Ich würde mich freuen, wenn sich der ein oder andere hierher verirrt und auch Kommentare werden natürlich gern gesehen.

Viel Spaß beim Lesen!

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